Ärzte warnen vor Prostaglandinanaloga in Wimpernserum

Di, 05/14/2019 - 15:35

haircoaching - Bei Prostaglandin handelt es sich um einen Wirkstoff aus der Glaukomforschung. Nachdem bei der Anwendung von Augentropfen, die Prostaglandin enthalten ein vermehrtes Wimpernwachstum beobachtet hatte, wurde dieser Wirkstoff und seine Analoga schnell auch für Seren verwendet, die ein neues und dichtes Wachstum der Wimpern versprechen. Unter dieser Effekt konnte in den USA sogar durch klinische Studien belegt werden. Auch in Wimperntusche und Augenbrauenprodukten ist der Wirkstoff mittlerweile enthalten.

Doch der Medical Tribune schreibt hierzu: "... wer die Pracht aufpeppen will, klebt besser künstliche Härchen an."*)

Warum? Die genauen Wirkmechanismen sind noch nicht bekannt. Dafür weiß jedoch von verschiedenen Nebenwirkungen, wie der recht häufig auftretenden Hyperämie der Bindehaut (Bindehautentzündung mit Rötung) sowie einer Pigmentierung der Iris, verstärktes Fett rund ums Auge, vertiefte Lidfalte, Juckreiz und Ödeme im Augenlid.

Prof. Dr. Christiane Bayerl von der Klinik für Dermatologie und Allergologie an den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden warnt daher in einem Interview mit Medical Tribune*) vor der Verwendung von Prostaglandin in Kosmetikprodukten.

Daher scheinen künstliche Wimpern bei fehlender oder zu dünner Wimpernpracht derzeit die gesündere Alternative.

Quelle:

*)Medical Tribune, 14.03.2019

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