Haarausfall Neuigkeiten

28/02/2019

Bamberg - Zytostatika, die in der Krebstherapie eingesetzt werden, zerstören nicht nur Tumorzellen, sondern auch andere schnell wachsende und sich häufig teilende Zellen, wie die der gesunden Haarwurzel.
Eine der ersten Fragen, die immer wieder auftaucht: Wachsen meine Haare nach der Behandlung wieder nach?

Da bei einer Chemotherapie die Haarfollikel nicht zerstört werden, setzt das Haarwachstum bei fast allen Krebspatienten etwa 3 Monate nach der Behandlung wieder ein. Aber auch dann benötigt man etwas Geduld, denn Haare wachsen etwa einen Zentimeter pro Monat. Dieser Prozess lässt sich nicht beschleunigen – auch nicht mit ständigem Nachschneiden der Haare, damit sie kräftiger wachsen. Denn das Haar wächst nicht an der Spitze sondern von der Wurzel her!

Eine Möglichkeit, gesundes Haarwachstum anzuregen, ist eine ausgewogene Ernährung und das Vermeiden von Stress.
Durchblutungsfördernde Mittel, wie Shampoos und Tinkturen, wären hier kontraproduktiv, genauso das Verabreichen von hohen Dosen sogenannter Radikalenfänger, wie Vitamin C oder E.
Dagegen spielt Vitamin H eine wichtige Rolle für die Erneuerung und Qualität von Haaren und Nägeln. Da Vitamin H an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt ist, fördert es den Aufbau von Keratin – dem Hauptbestandteil von Haaren und Nägeln und verbessert deren Struktur und Qualität. Es unterstützt die Bildung weiterer Haarstränge, wodurch das einzelne Haar dicker wird. Allerdings ist eine hoch dosierte Zufuhr von Vitamin H weder über die Ernährung noch durch Nahrungsergänzungsmittel möglich. Dies gelingt nur mit Arzneimitteln, wie sie Sie in der Apotheke erhalten, z.B. BIO-H-TIN Vitamin H, 2,5 mg.

TIPP: Da Vitamin H nur auf nachwachsende Haare und Nägel wirkt, empfiehlt es sich, eine entsprechende Kur bereits während der Chemotherapie zu beginnen.


PFLICHTTEXT

BIO-H-TIN® Vitamin H 2,5 mg Tabletten               

Wirkstoff: Biotin

Anw.: Prophylaxe und Therapie von Biotin-Mangelzuständen.

Enth. Lactose.  Gebrauchsinfo. beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
(BHT/20121116/LW)


Dies ist keine Markenempfehlung des Webseitenbetreibers, sondern eine Sortiments-Darstellung unseres Sponsoren-Partners BIO-H-TIN Pharma KG.

21/02/2019

haircoaching - Bei der Autoimmunerkrankung Myelofibrose kommt auch das Mittel Ruxolitinib zur Anwendung. Eine Patientin mit Myelofibrose und Alopecia areata berichtet über ihre Erfahrungen zum Haarwuchs unter der Behandlung mit Ruxolitinib in meinem Blog. Ich danke ihr herzlich, dass sie bereit ist, ihre Erfahrungen mit euch zu teilen.
An dieser Stelle möchte ich jedoch darauf hinweisen, dass sie das Mittel gegen die Myelofibrose, eine schwere Autoimmunerkrankung bekommt. Die Anwendung bei der Alopecia areata alleine wird als sehr kritisch betrachtet wegen der nicht unerheblichen Nebenwirkungen. Dieser Erfahrungsbericht stellt außerdem keine statistische Bewertung der Wirksamkeit von Ruxolitinib bei der Areata dar.
Im Blog könnt ihr euch unter der Kommentarfunktion direkt mit ihr austauschen! Hier geht es zum Blog-Artikel:
RUXOLITINIB

19/02/2019

haircoaching - Die Kühlung der Kopfhaut kann offenbar die vor allem von Frauen gefürchtete Nebenwirkung der Chemotherapie, den Haarausfall deutlich reduzieren.

Das System wurde ursprünglich in Schweden (Dignicap) entwickelt und wird mittlerweile von einigen Firmen in unterschiedlichen Varianten vertrieben. Es handelt sich um eine Kappe, die die Kopfhaut kühlt. Die Abkühlung der Kopfhaut führt dazu, dass sich die darunter liegenden Blutgefässe verengen, so dass die Zytostatika schlechter an diese Stellen vordringen können. Die biochemischen Prozesse an den gekühlten Stellen werden verlangsamt, was dazu beiträgt, dass die zerstörerische Wirkung der Arznei an dieser Stelle weniger stark ausfällt.

2017 hat die US-Medizin-Aufsichtsbehörde, FDA die Dignicap zum Einsatz bei allen soliden Tumorerkrankungen bewilligt, da die Wirksamkeit erwiesen sei. Allerdings sei die Kühlkappe bei der Behandlung von Kindern, bei gewissen Krebsarten sowie gewissen Chemotherapien nicht empfohlen. Die Methode der Kühlkappe wird derzeit vorwiegend bei Brustkrebs-Patientinnen eingesetzt.

Eine Studie von Forschern der University of California und der Mount Sinai School of Medicine in New York konnte bei ca. 30% der Testpersonen einen geringeren Verlust von Haaren nachweisen.

19/02/2019

Udine, Italien - Lichen planopilaris, kurz LPP genannt ist eine Haut-Erkrankung, die durch eine chronische lymphozytäre Entzündung hervorgerufen wird. Diese Entzündung kann zu einer teilweisen Zerstörung von Haarfollikeln führen und eine sogenannte vernarbende Alopezie hervorrufen. Ähnlich der Alopecia areata sind die Hauptakteure T-Lymphozyten und es kann zu fleckförmigen Arealen von Haarausfall kommen. Der eigentliche Verursacher ist allerdings noch nicht bekannt. LPP tritt bei Frauen häufiger als bei Männern und meist im Alter von 30 bis 60 Jahren. Im Gegensatz zu anderen vernarbenden Alopezien klagen Patienten mit LPP nicht selten in akuten Phasen über Schmerzen und/oder Brennen.

Für eine gute Diagnose ist es wichtig, mittels dermoskopischer und histologischer Untersuchungsmethoden LPP vom Lupus erythematodes, Folliculitis decalvans, der Alopecia areata und zikatricialer Alopezie zu unterscheiden. Als typisch für LPP betrachten Fachleute eine Art "Kragen" am Haarschafts. In der Folge können weiße Punkte, sogenannte Pili torti entstehen, Verlust von Follikelöffnungen, weiße oder gerötete Bereiche und Haarbüschel.

Forscher vom Department of Experimental and Clinical Medicine, Institute of Dermatology, University of Udine, in Italien haben im Jahr 2018 einen vergleichenden Überblick der bislang veröffentlichten Studien zur Behandlung von LPP publiziert, den du unter dem folgenden Link nachlesen kannst:
THERAPIE-LICHEN-PLANOPILARIS

12/02/2019

Korea - In der Regel wachsen die Haare nach Ende einer Chemotherapie wieder nach. Bisher weiß man allerdings nur wenig über andauernden Haarausfall. Wissenschaftler aus Korea und den USA untersuchten in einer prospektiven Kohortenstudie 61 Frauen mit frühem bis fortgeschrittenem Brustkrebs, die an der Brustkrebsklinik am Samsung Medical Center in Seoul, Korea, von Februar 2012 bis Juli 2013 mit einer adjuvanten Chemotherapie (CTX) behandelt wurden. Ihre Haarfülle und -dicke wurde vor Beginn der Behandlung gemessen und drei Jahre lang beobachtet.

Sechs Monate nach der Chemotherapie klagten 40 Prozent der Brustkrebspatientinnen und nach drei Jahren sogar 42,3 Prozent über mangelndes Haarwachstum. Demnach kann eine Behandlung mit Zytostatika, zumindest bei einer Taxan-basierten CTX, auch dauerhaft zu Haarverlust führen.
Bei den meisten Frauen wuchsen die Haare nicht mehr vollständig nach. 75 Prozent der Frauen berichteten nach drei Jahren über dünnes Haar, 53,9 Prozent über vermindertes Haarvolumen, über allgemeinen Haarausfall und graues Haar jeweils 34,6 Prozent.

Dauerhafter CTX-induzierter Haarverlust ist nach Ansicht der Forscher eine häufige Nebenwirkung bei Brustkrebspatientinnen. Die Ärzte sollten die Frauen vor der Therapie aufklären und unterstützende Maßnahmen anbieten, um die Lebensqualität zu verbessern.

Quelle:
US National Library of Medicine National Institutes of Health
Oncologist. 2018 Aug 17. pii: theoncologist.2018-0184. doi: 10.1634/theoncologist.2018-0184.

05/02/2019

Paris - In der multizentrischen, placebokontrollierten, doppelblinden Studie der Phase 2 wurden 142 Patienten mit chronischer Alopecia areata mit einer Dauer von mindestens 6 Monaten und 50% oder mehr Haarausfall getestet.
Auf dem Jahreskongress der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie, EADV 2018 in Paris berichtete Dr. Rodney Sinclair, dass die Studienergebnisse die Hoffnung auf mögliche Heilung von Patienten mit dieser häufigen und schwer zu behandelnden Krankheit bestätigen.
Lies alle Details zur Studie unter dem folgenden Link:
NEUE ÄRA FÜR BEHANDLUNG DER ALOPECIA AREATA

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05/02/2019

New Haven/Connecticut - Der Dermatologe Dr. Brett King von der Yale School of Medicine in New Haven/Connecticut, der den Januskinase-(JAK-)Inhibitor Tofacitinib bereits bei anderen hartnäckigen Hauterkrankungen wie Vitiligo, Alopecia areata und Ekzemen erfolgreich eingesetzt hat, berichtet nun in einem Fallbericht im New England Journal of Medicine von der erfolgreichen Behandlung einer Patientin mit kutaner Sarkoidose. Tofacitinib ist seit dem letzten Jahr als Reservemittel zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis zugelassen und könnte nach King auch bei der Sarkoidose wirksam sein.
Dabei handelt es sich um eine entzündliche, therapieresistente Erkrankung, die zur Bildung von nicht verkäsenden Granulomen führt. Viele Patienten erholen sich ohne Behandlung, ähnlich wie bei der Alopecia areata, bei anderen kommt es zu schweren Funktionsstörungen, wobei vor allem Lungen, Herz und Augen betroffen sind. Bei jedem vierten Patienten bilden sich die Granulome auch auf der Haut.

 

Brett King und sein Team behandelten eine 48-jährige Patientin, die bereits mit topischen Steroiden, Minocyclin, Hydroxychloroquin, Methotrexat, Adalimumab, Tacrolimus und Apremilast erfolglos behandelt worden war. Da sie unter Hypertonie, Hyperlipidämie und Typ-2-Diabetes litt, kam eine langfristige systemische Steroidbehandlung nicht infrage.
Im ersten Behandlungszyklus über 6 Monate kam es zu einer kontinuierlichen Rückbildung der Granulome auf der Haut. Der die Krankheitsaktivität messende Score verbesserte sich von 85 auf 31 Punkte.
Nach dem Absetzen kam es jedoch wieder zu einer Verschlechterung auf 85 Punkte.
Ein zweiter Zyklus wurde nach 3 Monaten beendet, als der CSAMI auf 53 Punkte abgefallen war.
Nach einem erneuten Rückfall wurde die Behandlung zum dritten Mal aufgenommen und dauert bis heute an. Innerhalb von 10 Monaten verschwanden die Granulome vollständig. Es blieb lediglich eine Pigmentierung zurück.
Unter der fortgesetzten Therapie ohne Nebenwirkungen sei es laut King bisher zu keinem Rezidiv gekommen.

Quelle:
The New England Journal of Medicine

05/02/2019

haircoaching - Augenbrauen spielen eine wichtige Rolle bei der Gesichtsmimik. Sie unterteilen das Gesicht. Bereits bevor wir sprechen können, lernen wir an Augenbrauen Stimmungen abzulesen. Auch in der Kulturgeschichte hatten Form und Pflege der Augenbrauen über die Jahrhunderte eine besondere Bedeutung. Verliert man beispielsweise durch die Alopecia areata unversalis auch die Augenbrauen, dann fehlt oft ein wesentliches Strukturmerkmal, an das wir von kleinauf visuell gewöhnt sind.
Profis, Make-up-SpezialistInnen oder VisagistInnen können beraten, welche Augenbrauenform zu welcher Gesichtsform passt. Hier kann man auch das tägliche Schminken der Augenbrauen lernen. Wer keine dauerhaften neuen Brauen möchte, findet auf dem Kosmetikmarkt viele verschiedene Produkte. Einige haben wir getestet und die besten empfohlen, mit deren Hilfe man schnell Augenbrauen schminken kann.
Inzwischen bieten viele Zweithaarstudios auch Augenbrauen-Toupets an, die mit einem hautfreundlichen Kleber schnell an richtiger Stelle platziert werden können.

Eine neue Form des Augenbrauen-Stylings ist das Microblading, das das Permanent-Make-up mehr und mehr ersetzt. Dabei werden mit einem speziellen und mit feinen Einwegnadeln, den Blades, versehenen Stift feine Linien in die Brauen gestochen. Das Ergebnis wirkt sehr natürlich, weil die Striche von Hand gezogen werden. Die Farbe hält etwa zwei Jahre.

29/01/2019

Bochum - Schon vor etwa 30 Jahren gab es Forschungsberichte, dass ätherische Öle Auswirkungen auf neues Haarwachstum bei der Alopecia areata haben könnten. Nun haben Forscher unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Paus von der University of Manchester in Kooperation mit Forschern der Ruhr-Universität Bochum die Hypothese verfolgt, dass menschliche Haarwurzelzellen Duftrezeptoren besitzen, deren Aktivierung mit einem sandelholzartigen Duft die Lebensdauer von Haaren verlängern kann.

Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt vom Bochumer Lehrstuhl für Zellphysiologie hatte bereits früher nachgewiesen, dass Keratinozyten (das sind Zellen in der Haut) den Duftrezeptor OR2AT4 besitzen. Dieser könne durch Duftstoffe mit einer Sandelholznote aktiviert und die Hautregeneration und Wundheilung um fast 50 Prozent gesteigert werden.

Nun machten sich die Forscher um Prof. Paus eine Technik zunutze, mit der vollständige, lebende, aus Biopsien der menschlichen Kopfhaut gewonnene Haarfollikel in Organkultur überführt werden können. Das Team konnte nachweisen, dass OR2AT4 während der Wachstumsphase in großen Mengen im Haarschaft und in den Matrixzellen der Haarwurzel vorkommt, die für das Wachstum verantwortlich sind. In späteren Phasen hingegen war die Anzahl der Rezeptoren signifikant geringer.

Prof. Hatt geht davon aus, dass Duftstoffe wie Brahmanol oder Sandalore in Haarwassern oder Shampoos vor allem bei hormon- oder stressbedingtem diffusem Haarausfall zum Einsatz kommen könnten, um die Lebenszeit der Haare zu verlängern.

In Italien wurde bereits eine erste klinische Pilotstudie mit 40 Haarausfall-Patienten durchgeführt. Zur Anwendung kam über drei Monate eine Sandalore-haltige Lotion, die den Haarausfall im Vergleich zu einem Placebo signifikant um 17,5 Prozent verringerte. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass diese Pilotstudie nicht ausreicht, um die klinische Wirksamkeit des Duftstoffs zu bestätigen.

Das Monasterium Laboratory in Münster führt derzeit eine größere klinische Studie mit verbesserten Testverfahren durch, deren Ergebnisse zum Jahresende erwartet werden.

Quellen:
Studie Italien
Pressemeldungen Dezernat Hochschulkommunikation Ruhr-Universität Bochum:
Dufttherapie für Haarwachstum
Duftrezeptoren

22/01/2019

Bonn - Die Wissenschaftler am Institut für Humangenetik der Universität Bonn haben soeben eine neue Studie gestartet. Die Forscher wollen herausfinden, welche biologischen Signalwege im Haar von Männern durch die Anwendung kosmetischer Haarwuchsmittel beeinflusst werden. Untersucht werden 100 Männer im Alter von 20 bis 40 Jahren, die an beginnendem Haarausfall leiden. Es werden keine Probanden mehr gesucht.
Wir werden zu gegebener Zeit über die Studienergebnisse berichten.