Haarausfall Neuigkeiten

01/06/2015

Haircoaching - Im letzten Monat konnte man in allen Medien die Nachricht verfolgen, dass der erblich bedingte Haarausfall bei Männern, die androgenetische Alopezie durch das Ausreissen von Haaren gestoppt werden könne. Diese Pressemitteilungen basieren auf der Veröffentlichung einer Studie an der University of Southern California von Dr. Cheng-Ming Chuong und seinen Kollegen.
Wir haben Haarexperten, Prof. Hans Wolff von der Hautklinik am LMU in München um eine Stellungnahme gebeten:

"Chen et al. fanden, dass das Ausreissen von Haaren bei Mäusen die Regeneration aller Haarfollikel der Umgebung stimulieren kann, aber nur, wenn eine gewisse Mindestmenge gezogen wird.
In der sehr ausführlichen Arbeit werden Grundlagen einer sehr speziellen, komplizierten Mikro-Organkommunikation anhand von Haarfollikeln dargestellt. Beteiligt waren dabei Chemokinsignale wie TNF-alpha und CCL2, sowie Makrophagen. Bei der Arbeit ging es primär um diese Art der Kommunikation, weniger um Aspekte des Haarwachstums.
Die Ergebnisse haben für die Störungen menschlichen Haarwachstums zunächst keine praktische Relevanz,  da die Haarfollikel beim Menschen normalerweise unabhängig voneinander wachsen.
Es ist zwar vorstellbar, dass durch Ausrupfen von Haaren Wundheilungsvorgänge angeworfen werden, die auch benachbarte Haarfollikel beeinflussen können - eine praktische Anwendung z.B. bei der androgenetischen Alopezie kann ich mir aber nicht vorstellen.
Die Thematik der Haarfollikelkommunikation ist jedoch bei der Alopecia areata sehr relevant. Hier gilt es - am Menschen -  herauszufinden, warum und mit Hilfe welcher Zellsignale sich z.B. ein A. areata-Herd zentrifugal ausbreitet - und warum dieser Herd später wieder zuwachsen kann. "

Es bleibt also abzuwarten, ob diese Studie unter Umständen weitere Aufschlüsse für den kreisrunden Haarausfall mit sich bringt. Haircoaching® wird dies weiter verfolgen und berichten.
Direkt zur Homepage von Dr. Chuong kommen Sie über den folgenden Link: Cheng-Ming Chuong

21/04/2015

haircoaching - Jedes Jahr im Frühling findet Deutschlands größte Fachmesse für Zweithaar in Fulda statt. Auch in diesem Jahr war die Messe wieder ein voller Erfolg. Nach ihrer Präsentation bei Buff nahm Jenny Latz die Gelegenheit wahr, über die Messe zu schlendern. Fast alle großen Hersteller waren vertreten. In ihrem Blog berichtet Jenny Latz über die neuesten Trends im Zweithaar-Bereich. Hier können Sie ihren Bericht nachlesen mit vielen Bildern von neuen Perücken-Modellen. Klicken Sie auf den folgenden Link: ZWEITHAAR 2015

21/04/2015

haircoaching - Jedes Jahr im Frühling findet Deutschlands größte Fachmesse für Zweithaar in Fulda statt. Auch in diesem Jahr war die Messe wieder ein voller Erfolg. Nach ihrer Präsentation bei Buff nahm Jenny Latz die Gelegenheit wahr, über die Messe zu schlendern. Fast alle großen Hersteller waren vertreten. In ihrem Blog berichtet Jenny Latz über die neuesten Trends im Zweithaar-Bereich. Hier können Sie ihren Bericht nachlesen mit vielen Bildern von neuen Perücken-Modellen. Klicken Sie auf den folgenden Link: ZWEITHAAR 2015

02/04/2015

haarerkrankungen.de - Die Online Ausgabe der Ärztezeitung berichtet aktuell über eine Studie zur Behandlung von schweren Formen des kreisrunden Haarausfalls (Alopecia areata). Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift "Journal of the American Academy of Dermatology" veröffentlicht und zeigen, dass eine kombinierte Behandlung mit DCP und dem aus der Behandlung der Schuppenflechte bekannten Reizstoff Cignolin erfolgreicher sein kann als eine Behandlung mit DCP alleine. Die Autoren der Studie merken jedoch an, dass nur eine relativ kleine Anzahl von Patienten in der Studie behandelt wurden und die Aussagekraft der Ergebnisse daher beschränkt ist. Lesen Sie den ganzen Artikel >>> Studie zur Kombinationstherapie bei Alopecia areata

31/03/2015

Mainz - Das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz in Mainz fällte vor einigen Jahren das Urteil, dass eine gesetzliche Krankenkasse einem kahlköpfigen Mann keine Perücke bezahlen muss. Damit wurde ein Urteil des Sozialgerichtes Mainz bestätigt.
Der Kläger hatte bereits als Kind alle Haare verloren und von seiner Krankenkasse die Übernahme der Kosten für eine Perücke verlangt. Diese lehnte die Leistung ab mit dem Hinweis, das eine Haarersatz-Langzeitversorgung nur für Frauen, Jugendliche und Kinder vorgesehen sei. Der Kläger sah darin einen Verstoß gegen den Verfassungsgrundsatz des Verbotes der Ungleichbehandlung.

30/03/2015

haircoaching.de - Verschiedentlich erhielten wir in den letzten Monate Anfragen von Personen mit alopecia areata zu hochdosiertem Selen als mögliche Therapieform, die davon berichteten, dass alle Kahlstellen wieder zugewachsen seien.
Wir haben dazu unseren Expertenrat befragt. Hier die Antwort:

Die Haircoaching® sind sind einig, dass es zu Selen keine gesicherte Studienlage gibt. Einer unserer auf Haare spezialsierten Dermatologen berichtete davon, dass er häufig bei Patienten mit kreisrundem Haarausfall den Selenspiegel kontrolliert habe und keine eklatanten Verminderungen feststellen konnte. Die Experten stufen diesen Wiederwuchs daher als sogenannte Spontanremission (Spontanheilung) der Alopecia areata ein, wie sie bei bis zu 80% der Patienten innerhalb eines Jahres eintritt.

Eine Frau mit Alopecia areata hat auf eigene Verantwortung und eigene Entscheidung einen Selbstversuch gestartet. Hierzu finden Sie einen Artikel im Blog von Jenny Latz. Dort hält sie interessierte Leser über die weitere Entwicklung auf dem laufenden und beantwortet Fragen von anderen Betroffenen. Wenn Sie mitdiskutieren wollen, finden Sie den Artikel unter dem folgenden Link - Selen bei Alopecia areata
 

22/03/2015

haarerkrankungen.de - Männer mit androgenetischer Alopezie (AGA, anlagebedingter Haarausfall), haben kein größeres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, als Männer mit vollem Haar. Darauf macht der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) aufmerksam unter Berufung auf aktuelle Studienergebnisse aus den USA.

In der Studie bestätigten sich jedoch bereits bekannte Risikofaktoren für Prostatakrebs wie genetische Vorbelastung, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum.

Lesen Sie mehr >>> Erblicher Haarausfall

11/03/2015

haircoaching - In den Medien wird aktuell verschiedentlich darüber berichtet, dass es eine neue Kombinationstherapie bei der Alopecia areata, dem kreisrunden Haarausfall gibt. Bisher wurde eine Alopecia areata mit einer Ausprägung von mehr als 50 Prozent der Kopfhaut in der Regel im Therapieversuch mit Diphenylcyclopropenon (DPCP) behandelt. Dabei soll es bei knapp 60 Prozent der Patienten zum Nachwachsen von mehr als 90 Prozent der Haare kommen. Dermatologen der Uniklinik im türkischen Adana berichten jedoch davon, dass nach ihren Erfahrungen die Ansprechraten oft darunter liegen. Aus diesem Grund haben sie die Behandlung von Patienten mit schwerer Areata, Alopecia totalis (AT) oder Alopecia universalis (AU) in ihrer Klinik umgestellt.
"Während sie früher mit DPCP allein behandelt haben, setzen sie nun von Anfang auf DPCP plus Cignolin. Die Kombination ist ihren Beobachtungen zufolge wirksamer als die Monotherapie." zitiert die ÄrzteZeitung.
Im Journal of the American Academy of Dermatology 2015 stellten sie nun eine Fallserie zu beiden Behandlungsstrategien vor.
Dabei waren 22 Patienten mindestens 30 Wochen lang nur mit DPCP behandelt worden (fünf weitere DPCP-Patienten hatten die Behandlung abgebrochen); 25 Patienten hatten während dieses Zeitraums die Kombination erhalten (vier weitere hatten die Behandlung abgebrochen, 18 Patienten waren kürzer behandelt worden).
Ein vollständiges Therapieansprechen (100 Prozent Nachwachsen der Haare) wurde nach 30 Wochen bei 36 Prozent der DPCP- und bei 72 Prozent der DPCP-Cignolin-Patienten beobachtet; mindestens 50 Prozent des Kopfhaars wuchsen bei 55 Prozent bzw. 88 Prozent nach.
Mit der Monotherapie dauerte es bis zur Neubildung von Vellus- und Terminalhaaren rund zehn Wochen, mit der Kombination nur acht. 100 Prozent Kopfbehaarung waren nach 30 bzw. 26 Wochen vorhanden. Allerdings wuchsen Augenbrauen und Wimpern bei nur 17 Prozent der Patienten komplett nach, in der Kombinationsgruppe dagegen bei 67 Prozent und 69 Prozent. Ebenso lag die Quote beim vollständigen Nachwachsen der Barthaare bei der Kombinationstherapie bei 86 Prozent. Wie lange die Alopecia areata schon bestand, war unerheblich.
Keinen Unterschied gab es bei der Rückfallquote: Drei DPCP- und vier DPCP-Cignolin-Patienten erlitten nach 40 bzw. 50 Wochen einen erneuten Haarausfall.
Zu den Nebenwirkungen der DPCP- sowie der Kombinationstherapie zählten neben lokalen Reaktionen oft stärkere  Formen von Pruritus und Dermatitiden, regionale Lymphadenopathien und grippeartige Beschwerden. Oberflächliche Follikulitiden und Hyperpigmentierungen traten mit der Kombitherapie öfter auf.
Aufgrund ihrer Erfahrungen halten die Mediziner aus Adana die Kombination aus DPCP und Cignolin für erfolgreicher.
Hier können Sie die Originalpublikation nachlesen... Kominationstherapie bei Alopecia areata

 
11/03/2015

Rosenfeld – Die vom Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten e.V., BVZ, initiierte Haarspendenaktion „Rapunzel“ läuft noch bis 15. April 2015. Schon jetzt sind in der Geschäftsstelle des BVZ so viele Haarspenden wie nie zuvor eingetroffen.
„Der Spendenberg an Haaren übertrifft unsere Erwartungen, wie auch die Qualität der gespendeten Haare. Wir hoffen, dass bis zum Ende der Aktion noch viele Zöpfe bei uns ankommen“, freut sich Ramona Volk, Geschäftsführerin BVZ über den großen Erfolg und ruft damit Zweithaar-Spezialisten und Friseure auf, weiterhin bei ihren Kunden die Aktion „Rapunzel“ vorzustellen und um Haarspenden zu bitten. 
Die Haare werden im Rahmen der Mitgliederversammlung des BVZ unmittelbar vor der Messe „Die Zweithaar“ am 18. April in Fulda unter den Echthaar-verarbeitenden Unternehmen versteigert. Der Erlös kommt, ohne Abzug von Kosten, der McDonald‘s Kinderhilfe und ihren angeschlossenen Ronald McDonald Häusern zugute. Dort finden Eltern und Geschwister schwer kranker Kinder für die Zeit der Behandlung ein Zuhause.
Geeignet für eine Spende sind alle Haare, die mindestens 25 Zentimeter lang und nach Möglichkeit chemisch unbehandelt sind; für eine Weiterverwertung bietet es sich an, die Haare zum Zopf zu flechten und oben und unten abzubinden. Die Haare können bis 15. April 2015 direkt an die Geschäftsstelle des BVZ geschickt werden, dort erhalten Sie auch weitere Informationen zur Aktion: Balinger Str.17, 72348 Rosenfeld, Tel. 0700 / 0000 2226, mail@bvz-info.de.
Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt: BVZ

09/03/2015

Gießen - Eine große europaweite Studie belegt, dass fast jeder dritte Hautkranke auch unter psychischen Problemen leidet. Dies teilt die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin (DGPM) mit und fordert, bei der Behandlung von Hautkrankheiten die Diagnostik und Therapie gleichzeitig auftretender seelischer Erkrankungen stärker zu berücksichtigen.
An dieser Studie waren u.a. auch Prof. Dr. Uwe Gieler und Dr. Wolfgang Harth beteiligt.
Nie zuvor wurde in einem solchen Umfang nachgewiesen, dass Haut und Psyche oft gemeinsam leiden. Prof. Gieler sagt hierzu in einem Artikel in Die Welt, dass es durchaus möglich ist, dass erst die Haut juckt und dann die Psyche darunter leidet, aber auch dass die Haut auf psychische Probleme reagiert.
Neurodermitis oder Psoriasis sind zu Volkskrankheiten geworden. Meistens sind die Hautleiden genetisch veranlagt. Doch darüber, ob und wann sie ausbrechen, entscheiden viele Faktoren mit - vor allem auch die psychische Verfassung, so die DGPM.
Insgesamt wurden europaweit rund 3600 Menschen mit Hautkrankheiten befragt und untersucht. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass 29 Prozent der Hautkranken gleichzeitig auch an einer psychischen Erkrankung litten. In der Kontrollgruppe, die aus 1400 Menschen ohne Hauterkrankung bestand, lag dieser Anteil bei nur 16 Prozent. Auch sei der Anteil von Menschen mit Depressionen unter den Hautkranken mehr als doppelt so hoch, und Angsterkrankungen oder Suizidgedanken anderthalbmal so häufig wie in der Kontrollgruppe.
"Neurodermitis kann sich durch belastenden Stress verschlimmern, unterdrückte Wut in Nesselsucht äußern", erläutert der DGPM-Experte gegenüber der Ärztezeitung. Ursache sind höchstwahrscheinlich Neuropeptide, die durch die Nervenbahnen bis zu den Organen gelangen und dort Entzündungen verstärken.