Haarausfall Neuigkeiten

30/03/2015

haircoaching.de - Verschiedentlich erhielten wir in den letzten Monate Anfragen von Personen mit alopecia areata zu hochdosiertem Selen als mögliche Therapieform, die davon berichteten, dass alle Kahlstellen wieder zugewachsen seien.
Wir haben dazu unseren Expertenrat befragt. Hier die Antwort:

Die Haircoaching® sind sind einig, dass es zu Selen keine gesicherte Studienlage gibt. Einer unserer auf Haare spezialsierten Dermatologen berichtete davon, dass er häufig bei Patienten mit kreisrundem Haarausfall den Selenspiegel kontrolliert habe und keine eklatanten Verminderungen feststellen konnte. Die Experten stufen diesen Wiederwuchs daher als sogenannte Spontanremission (Spontanheilung) der Alopecia areata ein, wie sie bei bis zu 80% der Patienten innerhalb eines Jahres eintritt.

Eine Frau mit Alopecia areata hat auf eigene Verantwortung und eigene Entscheidung einen Selbstversuch gestartet. Hierzu finden Sie einen Artikel im Blog von Jenny Latz. Dort hält sie interessierte Leser über die weitere Entwicklung auf dem laufenden und beantwortet Fragen von anderen Betroffenen. Wenn Sie mitdiskutieren wollen, finden Sie den Artikel unter dem folgenden Link - Selen bei Alopecia areata
 

22/03/2015

haarerkrankungen.de - Männer mit androgenetischer Alopezie (AGA, anlagebedingter Haarausfall), haben kein größeres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, als Männer mit vollem Haar. Darauf macht der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) aufmerksam unter Berufung auf aktuelle Studienergebnisse aus den USA.

In der Studie bestätigten sich jedoch bereits bekannte Risikofaktoren für Prostatakrebs wie genetische Vorbelastung, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum.

Lesen Sie mehr >>> Erblicher Haarausfall

11/03/2015

haircoaching - In den Medien wird aktuell verschiedentlich darüber berichtet, dass es eine neue Kombinationstherapie bei der Alopecia areata, dem kreisrunden Haarausfall gibt. Bisher wurde eine Alopecia areata mit einer Ausprägung von mehr als 50 Prozent der Kopfhaut in der Regel im Therapieversuch mit Diphenylcyclopropenon (DPCP) behandelt. Dabei soll es bei knapp 60 Prozent der Patienten zum Nachwachsen von mehr als 90 Prozent der Haare kommen. Dermatologen der Uniklinik im türkischen Adana berichten jedoch davon, dass nach ihren Erfahrungen die Ansprechraten oft darunter liegen. Aus diesem Grund haben sie die Behandlung von Patienten mit schwerer Areata, Alopecia totalis (AT) oder Alopecia universalis (AU) in ihrer Klinik umgestellt.
"Während sie früher mit DPCP allein behandelt haben, setzen sie nun von Anfang auf DPCP plus Cignolin. Die Kombination ist ihren Beobachtungen zufolge wirksamer als die Monotherapie." zitiert die ÄrzteZeitung.
Im Journal of the American Academy of Dermatology 2015 stellten sie nun eine Fallserie zu beiden Behandlungsstrategien vor.
Dabei waren 22 Patienten mindestens 30 Wochen lang nur mit DPCP behandelt worden (fünf weitere DPCP-Patienten hatten die Behandlung abgebrochen); 25 Patienten hatten während dieses Zeitraums die Kombination erhalten (vier weitere hatten die Behandlung abgebrochen, 18 Patienten waren kürzer behandelt worden).
Ein vollständiges Therapieansprechen (100 Prozent Nachwachsen der Haare) wurde nach 30 Wochen bei 36 Prozent der DPCP- und bei 72 Prozent der DPCP-Cignolin-Patienten beobachtet; mindestens 50 Prozent des Kopfhaars wuchsen bei 55 Prozent bzw. 88 Prozent nach.
Mit der Monotherapie dauerte es bis zur Neubildung von Vellus- und Terminalhaaren rund zehn Wochen, mit der Kombination nur acht. 100 Prozent Kopfbehaarung waren nach 30 bzw. 26 Wochen vorhanden. Allerdings wuchsen Augenbrauen und Wimpern bei nur 17 Prozent der Patienten komplett nach, in der Kombinationsgruppe dagegen bei 67 Prozent und 69 Prozent. Ebenso lag die Quote beim vollständigen Nachwachsen der Barthaare bei der Kombinationstherapie bei 86 Prozent. Wie lange die Alopecia areata schon bestand, war unerheblich.
Keinen Unterschied gab es bei der Rückfallquote: Drei DPCP- und vier DPCP-Cignolin-Patienten erlitten nach 40 bzw. 50 Wochen einen erneuten Haarausfall.
Zu den Nebenwirkungen der DPCP- sowie der Kombinationstherapie zählten neben lokalen Reaktionen oft stärkere  Formen von Pruritus und Dermatitiden, regionale Lymphadenopathien und grippeartige Beschwerden. Oberflächliche Follikulitiden und Hyperpigmentierungen traten mit der Kombitherapie öfter auf.
Aufgrund ihrer Erfahrungen halten die Mediziner aus Adana die Kombination aus DPCP und Cignolin für erfolgreicher.
Hier können Sie die Originalpublikation nachlesen... Kominationstherapie bei Alopecia areata

 
11/03/2015

Rosenfeld – Die vom Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten e.V., BVZ, initiierte Haarspendenaktion „Rapunzel“ läuft noch bis 15. April 2015. Schon jetzt sind in der Geschäftsstelle des BVZ so viele Haarspenden wie nie zuvor eingetroffen.
„Der Spendenberg an Haaren übertrifft unsere Erwartungen, wie auch die Qualität der gespendeten Haare. Wir hoffen, dass bis zum Ende der Aktion noch viele Zöpfe bei uns ankommen“, freut sich Ramona Volk, Geschäftsführerin BVZ über den großen Erfolg und ruft damit Zweithaar-Spezialisten und Friseure auf, weiterhin bei ihren Kunden die Aktion „Rapunzel“ vorzustellen und um Haarspenden zu bitten. 
Die Haare werden im Rahmen der Mitgliederversammlung des BVZ unmittelbar vor der Messe „Die Zweithaar“ am 18. April in Fulda unter den Echthaar-verarbeitenden Unternehmen versteigert. Der Erlös kommt, ohne Abzug von Kosten, der McDonald‘s Kinderhilfe und ihren angeschlossenen Ronald McDonald Häusern zugute. Dort finden Eltern und Geschwister schwer kranker Kinder für die Zeit der Behandlung ein Zuhause.
Geeignet für eine Spende sind alle Haare, die mindestens 25 Zentimeter lang und nach Möglichkeit chemisch unbehandelt sind; für eine Weiterverwertung bietet es sich an, die Haare zum Zopf zu flechten und oben und unten abzubinden. Die Haare können bis 15. April 2015 direkt an die Geschäftsstelle des BVZ geschickt werden, dort erhalten Sie auch weitere Informationen zur Aktion: Balinger Str.17, 72348 Rosenfeld, Tel. 0700 / 0000 2226, mail@bvz-info.de.
Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt: BVZ

09/03/2015

Gießen - Eine große europaweite Studie belegt, dass fast jeder dritte Hautkranke auch unter psychischen Problemen leidet. Dies teilt die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin (DGPM) mit und fordert, bei der Behandlung von Hautkrankheiten die Diagnostik und Therapie gleichzeitig auftretender seelischer Erkrankungen stärker zu berücksichtigen.
An dieser Studie waren u.a. auch Prof. Dr. Uwe Gieler und Dr. Wolfgang Harth beteiligt.
Nie zuvor wurde in einem solchen Umfang nachgewiesen, dass Haut und Psyche oft gemeinsam leiden. Prof. Gieler sagt hierzu in einem Artikel in Die Welt, dass es durchaus möglich ist, dass erst die Haut juckt und dann die Psyche darunter leidet, aber auch dass die Haut auf psychische Probleme reagiert.
Neurodermitis oder Psoriasis sind zu Volkskrankheiten geworden. Meistens sind die Hautleiden genetisch veranlagt. Doch darüber, ob und wann sie ausbrechen, entscheiden viele Faktoren mit - vor allem auch die psychische Verfassung, so die DGPM.
Insgesamt wurden europaweit rund 3600 Menschen mit Hautkrankheiten befragt und untersucht. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass 29 Prozent der Hautkranken gleichzeitig auch an einer psychischen Erkrankung litten. In der Kontrollgruppe, die aus 1400 Menschen ohne Hauterkrankung bestand, lag dieser Anteil bei nur 16 Prozent. Auch sei der Anteil von Menschen mit Depressionen unter den Hautkranken mehr als doppelt so hoch, und Angsterkrankungen oder Suizidgedanken anderthalbmal so häufig wie in der Kontrollgruppe.
"Neurodermitis kann sich durch belastenden Stress verschlimmern, unterdrückte Wut in Nesselsucht äußern", erläutert der DGPM-Experte gegenüber der Ärztezeitung. Ursache sind höchstwahrscheinlich Neuropeptide, die durch die Nervenbahnen bis zu den Organen gelangen und dort Entzündungen verstärken.

04/03/2015

BVDD - Der Berufsverband deutscher Dermatologen, BVDD informierte in seiner Verbandszeitschrift "Der deutsche Dermatologe" darüber, dass er Verträge mit einem Internet-Dienstleister und der Techniker Krankenkasse geschlossen habe. In einer ersten Probephase sollen verstärkt Hautarzttermine im Internet angeboten werden. Ob sich diese Form der Terminvergabe bei den Dermatologen flächendeckend durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.
Fakt ist, dass dieses System mit Kosten für die einzelne Praxis verbunden ist. Außerdem stellt sich die Frage, wie viele Patienten eine Online-Terminvergabe in Anspruch nehmen werden.
Wir bleiben dran und werden weiter berichten!

24/02/2015

Apotheken-Umschau - Jeder neunte (10,9 Prozent) Bundesbürger berichtet von Haarausfall. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau". Besonders trifft das Haarproblem Männer. Von ihnen sind 14,9 Prozent, bei ab 40-Jährigen sogar 19,1 Prozent betroffen. Bei den befragten Frauen gehen dagegen laut eigenen Angaben nur 7,1 Prozent die Haare aus.
Am häufigsten wird erblich bedingter Haarausfall genannt: den konstatieren 4,0 Prozent der Bundesbürger. Als weitere Ursachen nennen die Befragten hormonelle Umstellungen (1,7 Prozent) oder eine Erkrankung (1,0 Prozent). 4,7 Prozent kennen die Ursache aber auch gar nicht. Laut Umfrage können sich 7,6 Prozent der Männer vorstellen, bei Bedarf einmal ein Toupet oder eine Perücke zu tragen. Aktuell trägt aber keiner der männlichen Teilnehmer an der Befragung eigenen Angaben zufolge einen Haarersatz. 7,7 Prozent der befragten Männer geben an, kaum oder keine Haare mehr zu haben und deshalb eine Glatze zu tragen.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau", durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 983 Frauen und 944 Männern ab 14 Jahren.

25/11/2014

haircoaching.de - Im Sommer 2014 schwirrten zwei Namen von Medikamenten durch den Pressewald, die Menschen mit Alopecia areata Hoffnung machen sollen: Ruxolitinib und Tofacitinib. Über direkte Mails und über die sozialen Netzwerke wurden wir bombardiert mit Nachfragen von Betroffenen, was es damit auf sich habe. Wir haben unsere Experten hierzu befragt.
Ruxolitinib wurde in den USA im Jahr 2011 zugelassen bei der Myelofibrose, einer chronischen Erkrankung des Knochenmarks. Tofacitinib wird zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis eingesetzt. Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich wie bei der Alopecia areata um eine sogenannte Autoimmunerkrankung.
Im Sommer 2014 publizierten Wissenschaftler aus den USA Ergebnisse einer Studie in der Zeitschrift Nature Medicine. Doch sollte man hier vor allem vorsichtig mit dem Begriff "Studie" umgehen. An Mäusen und an nur drei Patienten wurden die sogenannten Januskinasen(JAK)-Inhibitoren (Tofacitinib und Ruxolitinib) getestet, die den Angriff des Immunsystems blockierten und das Haarwachstum wieder anregten.
Viele Areata-Betroffene kennen jedoch das für die Alopecia areata typische Spontanwachstum. Eine Studie mit drei Patienten besitzt nach unserer Meinung keine Aussagekraft.
Aufgrund unterschiedlichster Studien die weltweit parallel laufen, weiß man, dass es einige verantwortliche Genloci (= physische Positionen eines Gens im Genom) gibt, die auch bei anderen Autoimmun-Erkrankungen eine Rolle spielen. Besonders interessieren sich die Wissenschaftler hier für CTLA 4, HLA und die JAK Kinasen. Was ist das?
CTLA 4 ist ein Protein, das bei der Regulierung des Immunsystems eine wichtige Rolle spielt. HLA ist eine Abkürzung für das humane Leukozytenantigen-System, einer bekannten Gruppe menschlicher Gene und bei Kinasen handelt es sich um Enzyme. Die JAK, Kurzform für Januskinasen, sind zytoplasmatische (Zytoplasma = der gesamte lebende Inhalt einer Zelle) Tyrosinkinasen (= Enzyme aus der Familie der Proteinkinasen), die mit Zytokin-Rezeptoren assoziiert sind. Wir sehen, dass wir uns mit der Erforschung der Zusammenhänge und möglichen Auslöser für Autoimmunerkrankungen wie die Alopecia areata auf ein hochkomplexes Gebiet begeben, die Genforschung. Dr. Angela Christiano und Dr. Regina Betz sind zwei wichtige Namen, die man sich in Zusammenhang mit der Forschung nach den genetischen Ursachen der Alopecia areata merken muss.
In den USA läuft außerdem momentan eine kontrollierte Studie zu dem ebenfalls bei Rheuma angewendeten Mittel Abatacept.
Es bleibt festzuhalten, dass alle oben genannten Therapieansätze keine dauerhafte Behandlung darstellen können. Zum einen sind die Therapiekosten erheblich und bewegen sich in einer jährlichen Größenordnung von 5-stelligen Eurobeträgen. Zum anderen sind die Nebenwirkungen beträchtlich. Bei Tofacitinib ist die Wahrscheinlichkeit eines Malignoms erheblich. Nicht umsonst hat die europäische Arzneimittel-Agentur, EMEA, die Zulassung bisher verweigert.
Es bleibt abzuwarten, ob größere und umfassendere Studien weitere Erkenntnisse in dieser Richtung bringen werden.
 

25/11/2014

haarerkrankungen.de - Aufgrund vorliegender Studienergebnisse und langjähriger Erfahrung kann eine Kombinationstherapie von Finasterid und Minoxidil aufgrund unterschiedlicher Wirkungsansätze mit höherer Wahrscheinlichkeit den Haarstatus erhalten als eine Therapie mit nur einem dieser beiden Medikamente.
Die Kombination stellt die derzeit maximal mögliche medikamentöse Behandlung des anlagebedingten Haarausfalls bei Männern dar. Ob eine Kombinationstherapie im Einzelfall sinnvoll ist, kann nur individuell im Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.
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31/10/2014

haarerkrankungen.de - Frauen mit androgenetischer Alopezie (anlagebedingter Haarausfall) profitieren von einer topischen Minoxidil-Therapie (2 x 1 ml 2 %ige Lösung) signifikant mehr, wenn sie ergänzend mit dem Wirkkomplex aus Cystin, B-Vitaminen und medizinischer Trockenhefe (Pantovigar, 3 x 1 Kapsel) kombiniert wird. Dieses Ergebnis einer „proof-of-concept“-Studie hat Prof. Ralph M. Trüeb aus Zürich beim 8th World Congress for Hair Research im koreanischen Jeju Island präsentiert. Nach viermonatiger Behandlung zeigte sich in beiden Armen der Studie ein signifikanter Rückgang des erhöhten Telogenhaaranteils (p<0,05). Eine Normalisierung der Telogenhaarrate auf maximal 15 Prozent wurde jedoch statistisch signifikant häufiger in der Gruppe mit Kombinationstherapie als bei Minoxidil-Monotherapie (60 versus 29 Prozent, p=0,03) dokumentiert. In den übrigen Parametern der Fototrichogramme waren keine Unterschiede auszumachen, so der Haarexperte.
Bei Frauen mit Haarverlust liegt nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen neben der androgenetisch bedingten häufig auch eine diffuse Alopezie vor. Zunehmend setzt sich für diese Mischform der Oberbegriff „female alopecia“ durch. Minoxidil ist zur Therapie der androgenetischen Alopezie zugelassen. Bei diesem Krankheitsbild scheinen jedoch zusätzlich Synchronisationsprobleme im Haarzyklus eine Rolle zu spielen. Diese Störung kann durch den Wirkkomplex aus Cystin, B-Vitaminen und medizinischer Trockenhefe positiv beeinflusst werden.
Den kompletten Artikel finden Sie unter dem folgenden Link STUDIENERGEBNIS AGA FRAU