Haarausfall Neuigkeiten

06/10/2016

haircoaching - Bei der Areata-Fashion-Show Defilee hatten wir zu Spenden für Stiftung für Haar- und Hautforschung an der Charité in Berlin aufgerufen. Knapp 1.000 Euro kamen dabei zusammen. Wir freuen uns sehr darüber und danken allen Spendern für ihre Großzügigkeit. Der Betrag kommt der Nachwuchsförderung zugute. Geplant ist ein Promotionsstipendium für Mediziner auszuschreiben zur experimentellen Untersuchung von innovativen Molekülen mittels Nanocarriern für neue Therapieansätze für die Behandlung der Alopecia areata.
Hier könnte die Frage nach topischer Anwendung von JAK-Inhibitoren auf Nanocarriern untersucht werden.
Diese Promotionsstipendien ermöglichen jungen Nachwuchswissenschaftlern oder Medizinern nach ihrer Approbation ihre Promotionsarbeit zu erstellen. Sie können hier im Institut an der Charité im Rahmen einer Arbeit eigene wissenschaftliche Untersuchungen durchführen. Mehr zur Stiftung finden Sie unter LÖSUNG-DES-MONATS!

06/10/2016

haircoaching - Bei der Areata-Fashion-Show Defilee hatten wir zu Spenden für Stiftung für Haar- und Hautforschung an der Charité in Berlin aufgerufen. Knapp 1.000 Euro kamen dabei zusammen. Wir freuen uns sehr darüber und danken allen Spendern für ihre Großzügigkeit. Der Betrag kommt der Nachwuchsförderung zugute. Geplant ist ein Promotionsstipendium für Mediziner auszuschreiben zur experimentellen Untersuchung von innovativen Molekülen mittels Nanocarriern für neue Therapieansätze für die Behandlung der Alopecia areata.
Hier könnte die Frage nach topischer Anwendung von JAK-Inhibitoren auf Nanocarriern untersucht werden.
Diese Promotionsstipendien ermöglichen jungen Nachwuchswissenschaftlern oder Medizinern nach ihrer Approbation ihre Promotionsarbeit zu erstellen. Sie können hier im Institut an der Charité im Rahmen einer Arbeit eigene wissenschaftliche Untersuchungen durchführen. Mehr zur Stiftung finden Sie unter LÖSUNG-DES-MONATS!

06/10/2016

haircoaching - Jenny Latz hatte Tränen in den Augen, als sie oben auf der Empore stand und zuschauen durfte, wie über 20 Frauen und Männer mit Alopecia areata über den Catwalk liefen und die Mode des Krefelder Couturiers Wolfgang Schinke präsentierten. Die geladenen Gäste hatten den Eindruck, als hätten diese kahlen Models nie etwas anderes gemacht. Mit Stolz und Spaß an diesem Awareness Projekt rissen sie das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.
Wolfgang Schinke stellte einmal mehr sein Talent unter Beweis, für jede Frau und jeden Mann die individuell passende Kleidung zu finden. Sabrina Machost schminkte die Models dezent und unterstrich so die Mode. Brillen und Schmuck warenn die ideale Ergänzung. Star war Hund Lotta. Die englische Bulldogge mit leidvoller Vergangenheit schien stolz zu sein über den Applaus.
Die Gäste klatschten ohne Pause durch von Anfang, als zwei Models ihre Perücken fallen ließen bis zu den vier Brautpaaren am Ende. Am Schluss gab es zwei Defilees mit Standing Ovations.
Mit dieser Fashion-Show ist ein Quantensprung für mehr Akzeptanz von Menschen mit Haarausfall, insbesondere mit Alopecia areata, in der Öffentlichkeit erreicht worden.
Dank an alle Unterstützer und Teilnehmer! Siehe auch auf unserer neuen Unterseite EVENTS

06/10/2016

haircoaching - Jenny Latz hatte Tränen in den Augen, als sie oben auf der Empore stand und zuschauen durfte, wie über 20 Frauen und Männer mit Alopecia areata über den Catwalk liefen und die Mode des Krefelder Couturiers Wolfgang Schinke präsentierten. Die geladenen Gäste hatten den Eindruck, als hätten diese kahlen Models nie etwas anderes gemacht. Mit Stolz und Spaß an diesem Awareness Projekt rissen sie das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.
Wolfgang Schinke stellte einmal mehr sein Talent unter Beweis, für jede Frau und jeden Mann die individuell passende Kleidung zu finden. Sabrina Machost schminkte die Models dezent und unterstrich so die Mode. Brillen und Schmuck warenn die ideale Ergänzung. Star war Hund Lotta. Die englische Bulldogge mit leidvoller Vergangenheit schien stolz zu sein über den Applaus.
Die Gäste klatschten ohne Pause durch von Anfang, als zwei Models ihre Perücken fallen ließen bis zu den vier Brautpaaren am Ende. Am Schluss gab es zwei Defilees mit Standing Ovations.
Mit dieser Fashion-Show ist ein Quantensprung für mehr Akzeptanz von Menschen mit Haarausfall, insbesondere mit Alopecia areata, in der Öffentlichkeit erreicht worden.
Dank an alle Unterstützer und Teilnehmer! Siehe auch auf unserer neuen Unterseite EVENTS

24/08/2016

haircoaching - Es ist sicher einer von vielen Versuchen, das Immunsystem bei der alopecia areata (kreisrunder Haarausfall) zu beeinflussen. Mediziner vom Department of Dermatology, Chung-Ang University College of Medicine, Seoul, Korea gingen davon aus, dass sehr viele Menschen mit Alopecia areata auch zumindest an einem Mangel an Vitamin D leiden. Leider muss vorab angemerkt werden, dass nur ein einziger Patient behandelt wurde, so dass die Ergebnisse keine wissenschaftliche Aussagekraft haben.
Die Mediziner aus Seoul behandelten einen 7-jährigen Jungen mit einer zwei Monate bestehenden fleckförmigen Areata. Der Junge wurde mit Calcipotriol in Salbenform. Die Ärzte berichten, dass nach drei Monaten alle Haare nachgewachsen waren.
Die Studienergebnisse können Sie im Netz in englischer Sprache nachlesen: CALCIPOTRIOL

20/08/2016

Erlangen - Wenn sich jemand dauernd Sorgen um sein Aussehen macht, so kann dies sehr viel Kraft kosten. Ja, letztlich führt der Weg oft in soziale Ausgrenzung und Depression. So leidet auch nicht jeder unter Haarausfall, der meint, einen solchen zu haben. Doch was läuft dann schief bei diesen Menschen?
Erstmals wurde dies nun in einer Studie von Diplom-Psychologin Dr. Ines Kollei aus der Abteilung der Psychosomatischen und Psychotherapeutischen (Leiterin: Prof. Dr. (TR) Yesim Erim) des Universitätsklinikums Erlangen untersucht. Man spricht hier von einer körperdysmorphen Störung (KDS).
Diese Menschen beschäftigen sich unentwegt mit ihrem Erscheinungsbild und empfinden ihr Äußeres als entstellt und unansehnlich. Obwohl ihnen Personen aus dem direkten Umfeld und Ärzte bestätigen, dass ihnen nichts Besonderes auffällt.
Frau Dr. Kollei wollte herausfinden, welche Gefühle und Gedanken Betroffene beim Betrachten des eigenen Spiegelbilds haben . Die Studienergebnisse zeigen, dass der Aufbau positiver körperbezogener Gedanken und die Vermittlung von Strategien beim Umgang mit negativen Emotionen für den Erfolg einer KDS-Therapie wesentlich sind. Dr. Kolleis Resultate wurden im „Journal of Behavior Therapy and Experimental Psychiatry“ (Volume 45/Issue 1/March 2014/Pages 144–151) veröffentlicht.

14/08/2016

haircoaching - Derzeit läuft am Kompetenzzentrum Haarerkrankungen der Charité in Berlin eine Patientenbefragung zu der stark zunehmenden vernarbenden Alopezie Morbus Kossard. Es handelt sich dabei nicht um eine Studie, sondern um ein sogenanntes dermatologisches Register. Dabei werden zunächst nur Patienten mit einer bestimmten Erkrankung erfasst. Teilnehmen können auch nicht die Patienten direkt, sondern der behandelnde Arzt meldet den jeweiligen Patienten und füllt einen Fragebogen aus.
Diese Register dienen zur Erfassung des Ausmaßes der Erkrankung und als Grundlage möglicher folgender Studien.
Wenn Sie an Morbus Kossard, der frontal fibrosierenden Alopezie leiden und dies unterstützen wollen, müssen Sie folgendes tun:
Gehen Sie zu Ihrem Dermatologen
Weisen Sie ihn auf das Morbus-Kossard-Register hin
Ihr Dermatologe muss dann unter den Kontaktdaten des o.a. Links alle Unterlagen und den Fragebogen anfordern
Dann holt er Ihre Einwilligung ein, füllt mit Ihnen den Fragebogen aus und
sendet alle Unterlagen an Clinical Research Center for Hair and Skin Science, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Klinisches Studienzentrum für Haut- und Haarforschung.

09/08/2016

haircoaching - Es bleibt dabei: Die Prognose bei der alopecia areata verschlechtert sich, wenn der Haarausfall erstmals im Kindesalter auftrat, große Teile des Kopfes (Körpers) betroffen sind, der Haarausfall länger anhält, es sich um eine Areata vom Ophiasis-Typ handelt (schlangenförmige kahle Stelle im Nacken), die Nägel beteiligt sind, andere Autoimmunerkrankungen vorliegen und/oder der kreisrunde Haarausfall bereits bei weiteren Familienmitgliedern auftrat.

Für eine klare Diagnose sind folgende Untersuchungen notwendig:

  • Untersuchung von Kopfhaar und Kopfhaut
  • Zupftest
  • Erfassung aller betroffene Körperbereiche einschl. Zupftest
  • Auflichtmikroskopie, um Vernarbungen auszuschließen

Laboruntersuchungen sind meist unnötig und sollten nur in Zweifelsfällen einbezogen werden, wie zum Beispiel bei der diffusen Form der Alopecia areata, um diese von einer normalen diffusen Alopezie zu unterscheiden. Dagegen werden bei der Auflichtmikroskopie die für die alopecia areata typischen "yellow dots" sichtbar.

PD Dr. Fischer aus Lübeck rät in den meisten Fällen zum Therapie-Prinzip "Wait and Watch", wonach zunächst ohne Behandlung eine Beobachtung im Abstand von 3, 6, 9 und 12 Monaten erfolgen sollte. Ein spontaner Wiederwuchs findet in den ersten sechs Monaten bei knapp einem Drittel der Fälle statt. Nach 12 Monaten sind es 50 - 80% der Fälle.

Therapien:
Erfolgreich bei 18 - 25% der Fälle ist die topische Reiztherapie mit Dithranol in Salbenform. MTX wurde bei einer kleinen Patientengruppe mit mittlerer Erkrankungsdauer getestet. Hierzu liegt eine ältere Studie vor. Derzeit laufende Studien zu Jansukinasen könnten weitere Behandlungsoptionen bringen. Siehe unser Bericht: Ruxolitinib und Tofacitinib


Quelle Informationen: PD Dr. Tobias Fischer auf FoBi 2016, München

02/08/2016

haircoaching - Die Betroffenenzahlen nehmen zu. Die Ärzte scheinen hilflos. Immer häufiger hört man in den letzten ein, zwei Jahren die Diagnose - vernarbende Alopezie. Wir hatten aus diesem Grund die Texte auf dieser Homepage aktualisiert.
Doch es besteht kein Grund, sich allein gelassen zu fühlen. Die Haarforscher haben das Thema bereits auf ihrer To-Do-Liste und erste, kleinere Studien und Untersuchungen laufen. Wie ist der Stand der Dinge? Eine Zusammenfassung.

Lupus erythematodes tritt häufiger bei Frauen im mittleren Alter auf. Typisch sind runde Entzündungsherde, Verhornung der Haut mit einem Übergang in eine vernarbende Alopezie. Es kann auch zu einem Befall der Mundschleimhaut kommen. Bei der Therapie kommen in erster Linie Kortisonpräparate zum Einsatz, aber auch Hydroxychloroquin, Methotrexat, Dapson etc. finden Anwendung. Zu Hydroxychloroquin wurde aktuell eine Studie veröffentlicht. STUDIE HYDROXYCHLOROQUIN

Der Lichen Planopilaris befällt zu durchschnittlich 80% Frauen um die 50 Jahre. Es ist der Prototyp der lymphozytären vernarbenden Alopezie. Die Herde sind unregelmässig. Die Patienten berichten oft von Juckreiz und Spannungsgefühl. Eine kleine Studie berichtet sogar von betroffenen Kindern im Alter zwischen 13 und 16 Jahren, bei denen die Fehldiagnose Alopecia areata vorlag. Hier der Link: Lichen Planopilaris bei Kindern
Die Behandlung entspricht im wesentlich der des Lupus erythematodes, also Kortison. Hydroxychloroquin, Methotrexat, aber auch Ciclosporin. Eine weitere Lösung bietet auch eine Haartransplantation.

Die frontal fibrosierende Alopezie, kurz FFA, wurde im Jahr 1994 erstmals durch Kossard beschrieben. Die Forschung berichtet von einer starken Zunahme der Erkrankungsfälle. Die Ursache ist bisher ungeklärt. Es scheint sich jedoch um eine Variante des Lichen Planus zu handelt. Betroffen sind zum größten Teil weiße Frauen nach der Menopause, aber auch Männer. Eine familiäre Häufung ist bekannt. Es handelt sich um eine vernarbende Alopezie im Stirnbereich. Häufig sind auch die Augenbrauen betroffen. In seltenen Fällen Wimpern und Körperbehaarung. Laboruntersuchungen verlaufen meist negativ.
Neueste Untersuchungen werfen einen interessanten Ansatz zu möglichen Ursachen auf. Aufgrund der starken Zunahme von Erkrankungsfällen geht man davon aus, dass es einen derzeit vorhandenen Verursacher geben muss. Eine im Frühjahr 2016 publizierte Studie kam u.a. zu dem Ergebnis, dass starkes Schwitzen an der Kopfhaut Neuropeptide (Stress) verursacht und eine neurogene Entzündung hervorruft. Außerdem wurde festgestellt, dass Patienten mit FFA häufiger an Schilddrüsenerkrankungen leiden, doppelt so oft Sonnenschutzmittel und leicht gehäuft Pflegeprodukte und Make-up verwenden. Auch bei dieser Erkrankung liegen Fälle im Kindesalter vor.
Bei den Therapieformen scheinen offenbar, Spritzen von Steroiden in die Kopfhaut am Erfolg versprechendsten. In diesem Zusammenhang werden auch 5-Alpha-Reductase Hemmer diskutiert. Allerdings ist hiervor aufgrund des erhöhten Risiko-Faktors für Mamakarzinome momentan zu warnen. Auch hierzu liegt eine kleine Studie vor. THERAPIE FFA

Folliculitis decalvans tritt überwiegend bei Männern ab dem 20. Lebensjahr auf. Es kommt zu Herden, bei denen Haarbüschel aus dem Follikel austreten. FD schreitet zwar nur langsam voran, wird jedoch als hochchronisch bezeichnet. In vielen Fällen sind Staphylococcus aureus nachweisbar. Wichtig für die Diagnose ist folgendes:
Ein normaler Abstrich der Haut kann ohne Ergebnis bleiben, während die tieferen Hautschichten, in denen der Haarfollikel liegt, durchaus von Bakterien befallen sein können.

Bei den Studien handelt es sich überwiegend um wenige Patienten, die untersucht wurden. Die Links in diesem Beitrag führen alle zu Studien, die in englischer Sprache verfasst sind und zu denen Patienten in einigen Fällen nur begrenzten Zugriff haben. Sprechen Sie unter Umständen Ihren Dermatologen auf die entsprechende Studie an.


Quelle Informationen: Vortrag Prof. Blume-Peytavi, FoBi 2016, München

01/06/2016

haircoaching - Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Thomas Ruzicka wird in diesem Jahr wieder die Fortbildungswoche für Dermatologie in München stattfinden. Vom 23. - 29. Juli 2016 können sich niedergelassene Dermatologen informieren, vernetzen, fortbilden. Die Fortbildungswoche findet alle zwei Jahre statt.
Wenn auch nicht im Mittelpunkt so wird das Thema Alopezie auch bei der diesjährigen Veranstaltung wieder über Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung von Haarausfall in Kursen und Vorträgen behandelt.
Wir werden von der diesjährigen Dermatologenwoche berichten.