Haarausfall Neuigkeiten

10/01/2017

Berlin - Das Forschungszentrum für Haar und Haut, Clinical Research Center for Hair and Skin Sciene, an der Charité in Berlin sucht ab sofort gesunde Männer im Alter zwischen 18 und 40 Jahren mit mildem bis moderatem erblichen Haarausfall. In dieser Studie soll eine neue Spray-Lösung mit einem Wirkstoff zur Behandlung von männlichem Haarausfall im Vergleich zu einer identischen Spray-Lösung ohne Wirkstoff untersucht werden.
Interessenten können sich über ein Formular auf der Website des CRC oder telefonisch bei der Studienhotline unter 030 450 518 176 anmelden.
Alle Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie unter dem folgenden Link:
STUDIE ERBLICHER HAARAUSFALL MANN

17/11/2016

haircoaching - In der letzten Zeit hört und liest man immer häufiger überwiegend im Internet von Trichologen, die "genaueste Untersuchungen" anbieten bei Haarausfall und allen Formen von Alopezie. Dies ist keine geschützte Berufsbezeichnung und wird daher immer häufiger von Geschäftemachern genutzt, um sich einen wissenschaftlich-medizinisches Image zuzulegen.
Die Trichologie, so der Name für das Fach, ist ein Spezialgebiet in der Dermatologie. Sie untersucht die Haarwurzeln und befasst sich speziell mit Kopfhaut und Haaren.
Es versteht sich von selbst, dass man hierfür ein Medizinstudium absolviert haben und sich möglichst auf die Dermatologie spezialsiert haben sollte. Beispielsweise bietet Prof. Trüeb in Zürich ein Traineeship in Dermato-Trichology ausschließlich für Ärzte an.
Da die Trichologen in der Regel keine operativen Eingriffe vornehmen müssen, sondern nur Haare ausgerissen und untersucht werden, meinen einige clevere Geschäftsleute, auch ohne jegliches Medizinstudium trichologische Untersuchungen anbieten zu können.
Schaut man genauer hin, so stellt man schnell fest, dass es sich bei dem sogenannten Trichologen oder der Trichologin um einen Frisör oder Zweithaarspezialisten handelt. Oft wurde die "Trichologie" in Crash-Kursen gelernt. Von solchen Angeboten ist dringend abzuraten. Sie schaden nicht unbedingt der Gesundheit, aber mit Sicherheit dem Geldbeutel und man ist nachher genauso schlau wie vorher. Auch wenn der Begriff "klinik" im Namen auftaucht, ist ein Blick ins Impressum und ein Hinterfragen der medizinisch-fachlichen Kompetenz dringend geraten.
Um sich von diesen unprofessionellen Laienanbietern abzugrenzen, sind bereits einige Haarspezialisten unter den Dermatologen zum Fachbegriff Dermato-Trichologist übergegangen.
Was ein Dermato-Trichologe leistet können Sie in einem interessanten Artikel von Prof. Patrick Yesudian nachlesen Hair Specialist, Trichologist or Dermato-Trichologist?

06/10/2016

haircoaching - Bei der Areata-Fashion-Show Defilee hatten wir zu Spenden für Stiftung für Haar- und Hautforschung an der Charité in Berlin aufgerufen. Knapp 1.000 Euro kamen dabei zusammen. Wir freuen uns sehr darüber und danken allen Spendern für ihre Großzügigkeit. Der Betrag kommt der Nachwuchsförderung zugute. Geplant ist ein Promotionsstipendium für Mediziner auszuschreiben zur experimentellen Untersuchung von innovativen Molekülen mittels Nanocarriern für neue Therapieansätze für die Behandlung der Alopecia areata.
Hier könnte die Frage nach topischer Anwendung von JAK-Inhibitoren auf Nanocarriern untersucht werden.
Diese Promotionsstipendien ermöglichen jungen Nachwuchswissenschaftlern oder Medizinern nach ihrer Approbation ihre Promotionsarbeit zu erstellen. Sie können hier im Institut an der Charité im Rahmen einer Arbeit eigene wissenschaftliche Untersuchungen durchführen. Mehr zur Stiftung finden Sie unter LÖSUNG-DES-MONATS!

06/10/2016

haircoaching - Bei der Areata-Fashion-Show Defilee hatten wir zu Spenden für Stiftung für Haar- und Hautforschung an der Charité in Berlin aufgerufen. Knapp 1.000 Euro kamen dabei zusammen. Wir freuen uns sehr darüber und danken allen Spendern für ihre Großzügigkeit. Der Betrag kommt der Nachwuchsförderung zugute. Geplant ist ein Promotionsstipendium für Mediziner auszuschreiben zur experimentellen Untersuchung von innovativen Molekülen mittels Nanocarriern für neue Therapieansätze für die Behandlung der Alopecia areata.
Hier könnte die Frage nach topischer Anwendung von JAK-Inhibitoren auf Nanocarriern untersucht werden.
Diese Promotionsstipendien ermöglichen jungen Nachwuchswissenschaftlern oder Medizinern nach ihrer Approbation ihre Promotionsarbeit zu erstellen. Sie können hier im Institut an der Charité im Rahmen einer Arbeit eigene wissenschaftliche Untersuchungen durchführen. Mehr zur Stiftung finden Sie unter LÖSUNG-DES-MONATS!

06/10/2016

haircoaching - Jenny Latz hatte Tränen in den Augen, als sie oben auf der Empore stand und zuschauen durfte, wie über 20 Frauen und Männer mit Alopecia areata über den Catwalk liefen und die Mode des Krefelder Couturiers Wolfgang Schinke präsentierten. Die geladenen Gäste hatten den Eindruck, als hätten diese kahlen Models nie etwas anderes gemacht. Mit Stolz und Spaß an diesem Awareness Projekt rissen sie das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.
Wolfgang Schinke stellte einmal mehr sein Talent unter Beweis, für jede Frau und jeden Mann die individuell passende Kleidung zu finden. Sabrina Machost schminkte die Models dezent und unterstrich so die Mode. Brillen und Schmuck warenn die ideale Ergänzung. Star war Hund Lotta. Die englische Bulldogge mit leidvoller Vergangenheit schien stolz zu sein über den Applaus.
Die Gäste klatschten ohne Pause durch von Anfang, als zwei Models ihre Perücken fallen ließen bis zu den vier Brautpaaren am Ende. Am Schluss gab es zwei Defilees mit Standing Ovations.
Mit dieser Fashion-Show ist ein Quantensprung für mehr Akzeptanz von Menschen mit Haarausfall, insbesondere mit Alopecia areata, in der Öffentlichkeit erreicht worden.
Dank an alle Unterstützer und Teilnehmer! Siehe auch auf unserer neuen Unterseite EVENTS

06/10/2016

haircoaching - Jenny Latz hatte Tränen in den Augen, als sie oben auf der Empore stand und zuschauen durfte, wie über 20 Frauen und Männer mit Alopecia areata über den Catwalk liefen und die Mode des Krefelder Couturiers Wolfgang Schinke präsentierten. Die geladenen Gäste hatten den Eindruck, als hätten diese kahlen Models nie etwas anderes gemacht. Mit Stolz und Spaß an diesem Awareness Projekt rissen sie das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.
Wolfgang Schinke stellte einmal mehr sein Talent unter Beweis, für jede Frau und jeden Mann die individuell passende Kleidung zu finden. Sabrina Machost schminkte die Models dezent und unterstrich so die Mode. Brillen und Schmuck warenn die ideale Ergänzung. Star war Hund Lotta. Die englische Bulldogge mit leidvoller Vergangenheit schien stolz zu sein über den Applaus.
Die Gäste klatschten ohne Pause durch von Anfang, als zwei Models ihre Perücken fallen ließen bis zu den vier Brautpaaren am Ende. Am Schluss gab es zwei Defilees mit Standing Ovations.
Mit dieser Fashion-Show ist ein Quantensprung für mehr Akzeptanz von Menschen mit Haarausfall, insbesondere mit Alopecia areata, in der Öffentlichkeit erreicht worden.
Dank an alle Unterstützer und Teilnehmer! Siehe auch auf unserer neuen Unterseite EVENTS

24/08/2016

haircoaching - Es ist sicher einer von vielen Versuchen, das Immunsystem bei der alopecia areata (kreisrunder Haarausfall) zu beeinflussen. Mediziner vom Department of Dermatology, Chung-Ang University College of Medicine, Seoul, Korea gingen davon aus, dass sehr viele Menschen mit Alopecia areata auch zumindest an einem Mangel an Vitamin D leiden. Leider muss vorab angemerkt werden, dass nur ein einziger Patient behandelt wurde, so dass die Ergebnisse keine wissenschaftliche Aussagekraft haben.
Die Mediziner aus Seoul behandelten einen 7-jährigen Jungen mit einer zwei Monate bestehenden fleckförmigen Areata. Der Junge wurde mit Calcipotriol in Salbenform. Die Ärzte berichten, dass nach drei Monaten alle Haare nachgewachsen waren.
Die Studienergebnisse können Sie im Netz in englischer Sprache nachlesen: CALCIPOTRIOL

20/08/2016

Erlangen - Wenn sich jemand dauernd Sorgen um sein Aussehen macht, so kann dies sehr viel Kraft kosten. Ja, letztlich führt der Weg oft in soziale Ausgrenzung und Depression. So leidet auch nicht jeder unter Haarausfall, der meint, einen solchen zu haben. Doch was läuft dann schief bei diesen Menschen?
Erstmals wurde dies nun in einer Studie von Diplom-Psychologin Dr. Ines Kollei aus der Abteilung der Psychosomatischen und Psychotherapeutischen (Leiterin: Prof. Dr. (TR) Yesim Erim) des Universitätsklinikums Erlangen untersucht. Man spricht hier von einer körperdysmorphen Störung (KDS).
Diese Menschen beschäftigen sich unentwegt mit ihrem Erscheinungsbild und empfinden ihr Äußeres als entstellt und unansehnlich. Obwohl ihnen Personen aus dem direkten Umfeld und Ärzte bestätigen, dass ihnen nichts Besonderes auffällt.
Frau Dr. Kollei wollte herausfinden, welche Gefühle und Gedanken Betroffene beim Betrachten des eigenen Spiegelbilds haben . Die Studienergebnisse zeigen, dass der Aufbau positiver körperbezogener Gedanken und die Vermittlung von Strategien beim Umgang mit negativen Emotionen für den Erfolg einer KDS-Therapie wesentlich sind. Dr. Kolleis Resultate wurden im „Journal of Behavior Therapy and Experimental Psychiatry“ (Volume 45/Issue 1/March 2014/Pages 144–151) veröffentlicht.

14/08/2016

haircoaching - Derzeit läuft am Kompetenzzentrum Haarerkrankungen der Charité in Berlin eine Patientenbefragung zu der stark zunehmenden vernarbenden Alopezie Morbus Kossard. Es handelt sich dabei nicht um eine Studie, sondern um ein sogenanntes dermatologisches Register. Dabei werden zunächst nur Patienten mit einer bestimmten Erkrankung erfasst. Teilnehmen können auch nicht die Patienten direkt, sondern der behandelnde Arzt meldet den jeweiligen Patienten und füllt einen Fragebogen aus.
Diese Register dienen zur Erfassung des Ausmaßes der Erkrankung und als Grundlage möglicher folgender Studien.
Wenn Sie an Morbus Kossard, der frontal fibrosierenden Alopezie leiden und dies unterstützen wollen, müssen Sie folgendes tun:
Gehen Sie zu Ihrem Dermatologen
Weisen Sie ihn auf das Morbus-Kossard-Register hin
Ihr Dermatologe muss dann unter den Kontaktdaten des o.a. Links alle Unterlagen und den Fragebogen anfordern
Dann holt er Ihre Einwilligung ein, füllt mit Ihnen den Fragebogen aus und
sendet alle Unterlagen an Clinical Research Center for Hair and Skin Science, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Klinisches Studienzentrum für Haut- und Haarforschung.

09/08/2016

haircoaching - Es bleibt dabei: Die Prognose bei der alopecia areata verschlechtert sich, wenn der Haarausfall erstmals im Kindesalter auftrat, große Teile des Kopfes (Körpers) betroffen sind, der Haarausfall länger anhält, es sich um eine Areata vom Ophiasis-Typ handelt (schlangenförmige kahle Stelle im Nacken), die Nägel beteiligt sind, andere Autoimmunerkrankungen vorliegen und/oder der kreisrunde Haarausfall bereits bei weiteren Familienmitgliedern auftrat.

Für eine klare Diagnose sind folgende Untersuchungen notwendig:

  • Untersuchung von Kopfhaar und Kopfhaut
  • Zupftest
  • Erfassung aller betroffene Körperbereiche einschl. Zupftest
  • Auflichtmikroskopie, um Vernarbungen auszuschließen

Laboruntersuchungen sind meist unnötig und sollten nur in Zweifelsfällen einbezogen werden, wie zum Beispiel bei der diffusen Form der Alopecia areata, um diese von einer normalen diffusen Alopezie zu unterscheiden. Dagegen werden bei der Auflichtmikroskopie die für die alopecia areata typischen "yellow dots" sichtbar.

PD Dr. Fischer aus Lübeck rät in den meisten Fällen zum Therapie-Prinzip "Wait and Watch", wonach zunächst ohne Behandlung eine Beobachtung im Abstand von 3, 6, 9 und 12 Monaten erfolgen sollte. Ein spontaner Wiederwuchs findet in den ersten sechs Monaten bei knapp einem Drittel der Fälle statt. Nach 12 Monaten sind es 50 - 80% der Fälle.

Therapien:
Erfolgreich bei 18 - 25% der Fälle ist die topische Reiztherapie mit Dithranol in Salbenform. MTX wurde bei einer kleinen Patientengruppe mit mittlerer Erkrankungsdauer getestet. Hierzu liegt eine ältere Studie vor. Derzeit laufende Studien zu Jansukinasen könnten weitere Behandlungsoptionen bringen. Siehe unser Bericht: Ruxolitinib und Tofacitinib


Quelle Informationen: PD Dr. Tobias Fischer auf FoBi 2016, München