Neuer Wirkstoff gegen Haarausfall?

Mi, 06/13/2018 - 16:05

haircoaching - Lange Zeit gab es kaum Innovationen. Das soll sich nun mit einer aktuellen Studie ändern.
Nathan Hawkshaw und Ralf Paus vom Centre for Dermatology Research, der University of Manchester, untersuchten eine bereits seit langem bekannte Nebenwirkung des Immunsuppressivums Ciclosporin. Der Wirkstoff wurde ursprünglich zur Osteoporose-Behandlung entwickelt. Bei Patienten kam es teilweise zu stärkerem Haarwuchs.

Der Wirkstoff selbst ist also nichts Neues:
Vor Jahrzehnten wurde bereits berichtet, dass Cyclosporin A gegen kreisrunden Haarausfall wirken soll. Allerdings nicht mit nachhaltigem Erfolg.
Die Substanz hat nun in dieser neuen Studie das Kürzel WAY-316606 erhalten. Die Forscher behandelten in vitro menschliche Haarfollikel, die ihnen 40 Probanden zur Verfügung gestellt haben, mit Ciclosporin A und führten danach eine Genexpressions-Analyse durch, um den Wirkmechanismus zu verstehen.
Das Neue jedoch ist, dass das Immunsuppressivum die Expression des sogenannten Secreted Frizzled-Related Protein 1, kurz SFRP1 reduziert. Das wiederum fördert die Entwicklung und das Wachstum u.a. auch von Haarfollikeln.

Die Forscher hoffen nun, dass die Substanz oder ähnliche Moleküle extern auf die Kopfhaut aufgetragen eine Alternative zu den verfügbaren Arzneistoffen Minoxidil und Finasterid sein könnte, was jedoch noch durch tierexperimentelle und klinische Studien belegt werden muss.

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