Studie: Wenn das Aussehen zur Qual wird

Sa, 08/20/2016 - 17:55

Erlangen - Wenn sich jemand dauernd Sorgen um sein Aussehen macht, so kann dies sehr viel Kraft kosten. Ja, letztlich führt der Weg oft in soziale Ausgrenzung und Depression. So leidet auch nicht jeder unter Haarausfall, der meint, einen solchen zu haben. Doch was läuft dann schief bei diesen Menschen?
Erstmals wurde dies nun in einer Studie von Diplom-Psychologin Dr. Ines Kollei aus der Abteilung der Psychosomatischen und Psychotherapeutischen (Leiterin: Prof. Dr. (TR) Yesim Erim) des Universitätsklinikums Erlangen untersucht. Man spricht hier von einer körperdysmorphen Störung (KDS).
Diese Menschen beschäftigen sich unentwegt mit ihrem Erscheinungsbild und empfinden ihr Äußeres als entstellt und unansehnlich. Obwohl ihnen Personen aus dem direkten Umfeld und Ärzte bestätigen, dass ihnen nichts Besonderes auffällt.
Frau Dr. Kollei wollte herausfinden, welche Gefühle und Gedanken Betroffene beim Betrachten des eigenen Spiegelbilds haben . Die Studienergebnisse zeigen, dass der Aufbau positiver körperbezogener Gedanken und die Vermittlung von Strategien beim Umgang mit negativen Emotionen für den Erfolg einer KDS-Therapie wesentlich sind. Dr. Kolleis Resultate wurden im „Journal of Behavior Therapy and Experimental Psychiatry“ (Volume 45/Issue 1/March 2014/Pages 144–151) veröffentlicht.

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