Zink

Die Zinktherapie will das Immunsystem stabilisieren. Es muss nicht unbedingt ein Zinkmangel vorliegen, um einem Patienten mit kreisrundem Haarausfall ein Zinkpräparat zu verabreichen. Nur gelegentlich wird bei Areata-Patienten ein Zinkmangel festgestellt , selbst in den Fällen, in denen unter Zinkgabe eine Wiederbehaarung stattgefunden hat. Eine Vollblutuntersuchung ist notwendig, da eine einfache Serum- oder Plasma-Zinkbestimmung nichts über die tatsächlich in der Zelle vorhandene Zinkmenge aussagt. Zudem können die Zinkspiegelwerte auch noch durch äußere Einflüsse beeinträchtigt werden. So scheint sicher, daß faserreiche Kost die Zinkaufnahme behindert.

Daher sollten Sie diese Therapieform mit Ihrem behandelnden Dermatologen absprechen. Die Menge an Zink, die bei der Alopecia Areata aufgenommen werden sollte, liegt bei ca. 20 - 30 mg ( = 0,30 - 0,50 mmol ) elementaren Zinks pro Tag. Aufgrund unterschiedlicher Verwertbarkeit im Körper ist die jeweils zuzuführende Menge einer Zinkverbindung aber sehr viel höher. Eine schädliche Überversorgung oder gar Vergiftung ist bei dieser Menge praktisch ausgeschlossen. Dieses geschieht erst bei einer Dosis von 225 - 450 mg elementaren Zinks.

Für diese Therapie stehen verschiedene Präparate zur Verfügung, die sich in ihrer Wirksamkeit jedoch teilweise erheblich unterscheiden. Die Unterschiede  wirken sich auf Dosierung, Anwendung, mögliche Nebenwirkungen und Erfolgsaussichten der einzelnen Medikamente aus.

Außer den bereits unter den jeweiligen Zinkverbindungen genannten möglichen Nebenwirkungen, sind bei Zink sonst nur positive Nebenwirkungen bekannt. Zink ist nicht nur - wie bereits erwähnt - ein Stoff, der das Immunsystem stärkt, sondern wirkt auch positiv auf den gesamten Stoffwechsel des Körpers. Viele Patienten berichten, daß sie seit regelmäßiger Einnahme von Zink kaum noch Erkältungskrankheiten haben. Dies kann auch zu gesteigerter Leistungsfähigkeit in Beruf, Freizeit und Familie sowie zu einer Verbesserung des allgemeinen Befindens führen.