Kortison

Die äußerliche Behandlung mit Kortison in Form von Salben oder Lotionen bei kleineren kahlen Stellen ist durchaus erfolgversprechend. Diese Form der Behandlung ist oft die erste Wahl in vielen Praxen der niedergelassenen Hautärzte.

Intraläsionale Kortikosteroidinjektionen

Dabei werden Kortisoninjektionen in die kahlen Stellen eingebracht. In den USA ist dies die am häufigsten verwendete Behandlung für Alopecia areata. Die Injektionen werden normalerweise von einem Dermatologen verabreicht, der eine winzige Nadel verwendet, um mehrere Injektionen in und um die kahlen Stellen herum zu verabreichen.
Die Injektionen werden einmal im Monat wiederholt. Sowohl der Nadelstich als auch das leichte Kribbeln sind in der Regel gut verträglich und es gibt in der Regel Beschwerden. Gelegentlich kommt es zu vorübergehenden Dellen in der Haut, die sich aber von selbst wieder auffüllen.

Wenn neues Haarwachstum auftritt, ist es normalerweise innerhalb von vier Wochen sichtbar. Die Behandlung verhindert jedoch nicht die Entwicklung neuer Stellen.

Doch man sollte sich nicht zu viel Hoffnung machen!
Ob eine Behandlung mit Kortison in Tablettenform oder als Stoß- oder Langzeittherapie durchgeführt wird, Kortison kann (muss aber nicht) zu schnellem Haarwachstum bei der alopecia areata führen. Die Wirksamkeit von Kortison als Behandlung von wenig bis mittel ausgeprägter Alopecia areata wurde schon früh durch Studien belegt.

Leider fallen die Haare nach Ende der Behandlung relativ häufig wieder aus. Durch die unterdrückenden Eigenschaften auf das Immunsystem wird zwar eine kurzzeitige Besserung erzielt, doch lassen gerade in der Tablettenform die unerwünschten Nebenwirkungen von Kortison nur eine kurzzeitige Behandlung zu. Dies sollten Sie vorher ausführlich mit Ihrem behandelnden Dermatologen besprechen. Außerdem sind Kortisonpräparate in Deutschland rezeptpflichtig.