Finasterid

Der Wirkstoff Finasterid hatte sich Ende der 1990-er Jahre nach wissenschaftlichen Studien als eine effektive Behandlungsmethode des androgenetischen Haarausfalls beim Mann dargestellt. Das für die Glatzenbildung verantwortliche Dihydrotestosteron wird mit Hilfe eines Enzyms aus dem Hormon Testosteron gebildet. Der Pillenwirkstoff Finasterid blockiert dieses Enzym. Dadurch entsteht in der Kopfhaut viel weniger Dihydrotestosteron. Der Haarausfall bleibt aus.
Der damalige Hersteller gab die Nebenwirkungen als äußerst gering an. Zwischenzeitlich sind die Patente jedoch ausgelaufen und Finasterid wird als Generikum verschiedener Hersteller angeboten. Inzwischen gerät Finasterid jedoch immer wieder in die Diskussion.
Finasterid erblicher Haarausfall

Innerhalb von 5 Jahren wurde die Therapie an 1553 Patienten getestet. 86% der Männer sprachen demnach auf das Medikament an, jedem zweiten wuchs innerhalb eines Jahres dichteres Haar. Nach zwei Jahren konnten sich zwei von drei Behandelten über mehr Haare freuen. Eine erfolgreiche Behandlung mit Finasterid ist auszuschließen, wenn sich nach 12 Monaten kein Haarwuchs eingestellt hat.

Das Mittel ist verschreibungspflichtig. Eine Tablette pro Tag ist ausreichend. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. Finasterid ist nicht für Frauen oder Kinder geeignet und wurde an dieser Personengruppe auch nicht getestet.