Erblich bedingter Haarausfall beim Mann

Der androgenetische oder erbliche Haarausfall ist das häufigste Erscheinungsbild. Er beeinflusst nur die Kopfbehaarung und ist - wie der Begriff schon sagt - erblich bedingt.
Beim Mann tritt er oft im frühen Erwachsenenalter im Stirn- oder Tonsurbereich auf. Er wird aber auch schon während der Pubertät beobachtet. Nach dem 40. Lebensjahr schreitet der Haarverlust nur noch langsam fort. Schätzungen zufolge sind 60-80 % der europäischen Männer betroffen. Typischerweise bilden sich bei der androgenetischen Alopezie zunächst Geheimratsecken aus.
Später kann es dann zur Tonsur am oberen Hinterkopf kommen. Die für Männer typische Glatzenbildung entsteht, wenn diese beiden Bereiche ineinander überlaufen. Die Haare an den Schläfen und dem unteren Hinterkopf bleiben immer erhalten.
Wissenschaftler vermuten, dass der erbliche Haarausfall durch verschiedene Gene vererbt wird. Welche genau hierfür verantwortlich sind, ist derzeit noch unbekannt.

Zeichnungen von Nike Schenkl: aus dem Buch Haar-Los von Jenny Latz
erblicher Haarausfall beim Mann

Nur durch einen Vergleich mit Mutter oder Vater lässt sich keine Prognose erstellen. Wenn die "schlechteren" Gene beider Seiten zusammen vererbt wurden, kann es durchaus zu einem erblichen Haarausfall kommen, obwohl beide Elternteile volles Haar haben. Somit lässt sich der Verlauf nicht vorhersagen.
Ein Anhaltspunkt könnte der Vergleich von Vater und Sohn zum Zeitpunkt desselben Lebensalters sein. Sieht der Sohn mit 30 so aus wie sein Vater in diesem Alter, kann man relativer Sicherheit davon ausgehen, dass das Haarkleid auch mit 60 Jahren dem des Vaters entsprechen wird.

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